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Wassertourismus: Falsche Impulse
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Berlin, den 20.01.2012 
Zur Anhörung des Antrags der Regierungsfraktionen "Neue Impulse für die Sportbootschifffahrt" im Bundestagsausschuss für Verkehr erklärt der Nürnberger SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Burkert: Eine von Schwarz-Gelb gewünschte Verdreifachung der PS-Grenze für führerscheinfreie Sportboote gefährdet die Sicherheit auf unseren Wasserstraßen.
Dabei sind Unerfahrenheit, Überheblichkeit und Alkohol schon heute ein großes Risiko in deutschen Gewässern. Leider gibt es bisher keine Unfalldatenbank, die dies dokumentiert. Daran scheint unser Verkehrsminister Ramsauer kein Interesse zu haben.
Für mich gilt: Wassersport ja, aber nicht auf Kosten von Sicherheit und Wasserschutz. Mehr unausgebildete Bootführer und höhere Geschwindigkeiten durch stärkere Motoren heißt auch mehr Gefährdung für nichtmotorisierte Wassersportler wie Paddler, Kanuten, Ruderer und Segler. Deshalb braucht es eine Führerscheinpflicht ab fünf PS und eine Altersbeschränkung! Was wäre denn, wenn ein motorisierter Schlauchbootfahrer mit 50 km/h über die Nürnberger Seen brettert und andere Wassersportler und sich selbst massiv gefährdet?
Ohne Ausbildung und Führerschein soll es künftig möglich sein, 15 PS-starke (40-50 km/h) Boote zu fahren. Bisher sind nur fünf PS (ca. 20 km/h) zugelassen. Hintergrund für die geplante Anhebung ist das hohe Durchschnittsalter der Sportbootbetreiber von 56 Jahren, und dass nur noch ein Prozent der Bundesbürger Sportbootinhaber sind. Der Führerschein gilt aus Sicht der Bundesregierung als Hemmschwelle.
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