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Jugend - Ausbildung und Arbeit
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Berlin, den 18.02.2008
Im Januar hat das Bundeskabinett die Qualifizierungsinitiative „Aufstieg durch Bildung“ beschlossen. Kern der Initiative ist das von Bundesminister Olaf Scholz entwickelte Konzept “Jugend – Ausbildung und Arbeit”. Viele Inhalte des Konzepts gehen auf Forderungen der SPDBundestagsfraktion zurück.
Mehr Ausbildungsplätze
Mit den beabsichtigten Maßnahmen soll benachteiligten Jugendlichen geholfen werden, einen Einstieg in Beruf und Ausbildung zu finden. Dazu sollen sie frühzeitig bei der beruflichen Eingliederung begleitet und noch intensiver beraten werden. Ziel ist außerdem bis 2010 etwa 100.000 zusätzliche Ausbildungsplätze für Jugendliche und Heranwachsende zu schaffen, die schon seit längerem vergeblich nach einem Ausbildungsplatz suchen – sog. Altbewerber. Ausbildungsbonus als Anreiz für Betriebe Die zentrale Maßnahme ist deshalb der “Ausbildungsbonus”, der Arbeitgebern gewährt wird, die zusätzliche Ausbildungsplätze für förderbedürftige Altbewerber schaffen. Damit sollen Altbewerber gefördert werden, die maximal über einen Realschulabschluss verfügen oder bereits seit mehr als zwei Jahren vergeblich nach einem Ausbildungsplatz suchen oder individuell benachteiligt sind. Der Ausbildungsbonus soll nicht zu Lasten anderer Bewerber führen, deshalb ist er an das Merkmal eines zusätzlichen Ausbildungsplatzes geknüpft. Die Höhe des Bonusses richtet sich nach der Höhe der monatlichen Ausbildungsvergütung der Jugendlichen. Er ist ein einmaliger, pauschaler Zuschuss, der unkompliziert und in zwei Teilbeträgen ausgezahlt werden soll. Unter 500 Euro monatlicher Vergütung beträgt der Bonus 4.000 Euro, zwischen 500 und 750 Euro 5.000 Euro und über 750 Euro 6.000 Euro. Seine Finanzierung soll aus Mitteln der Bundesagentur für Arbeit (BA) erfolgen. Damit sind auch die Arbeitgeber an der Finanzierung beteiligt, da sie Beiträge zur Arbeitslosenversicherung leisten.
Betreuung und Beratung für junge Menschen
Es gibt bereits viele engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich im Rahmen von Patenschaftsprojekten zur Verfügung stellen, um jungen Menschen auf ihrem Weg in Ausbildung und Beruf beratend zur Seite stehen. Dieses zum großen Teil ehrenamtliche Engagement soll ausgebaut werden. Lernbeeinträchtigte und sozial benachteiligte Jugendliche brauchen besondere Unterstützung. Die ausbildungsbegleitenden Hilfen der sozialpädagogischen Begleitung unterstützen nicht nur die jungen Menschen selbst, sondern auch die Betriebe selbst. Dieses Angebot ist aber noch nicht ausreichend ausgeschöpft. Auch die individuelle Berufsberatung und Betreuung der Jugendlichen sowie eine ausreichende berufsberaterische Präsenz an Schulen müssen sichergestellt sein. Die BA wird deshalb bis Ende 2008 200 zusätzliche Berufsberater und 200 zusätzliche Ausbildungsvermittler einsetzen.
Fazit
Die Qualifizierungsinitiative ist ein Erfolg für die SPD-Bundestagsfraktion, die sich mit ihren Forderungen durchsetzen konnte! Der Übergang von der Schule in die Ausbildung und den Beruf ist insbesondere für benachteiligte Jugendliche eine große Herausforderung. Umso wichtiger ist es, dass sie in dieser Lebensphase auf Unterstützung zählen können. Wir sind es in der Koalition, die sich für junge Menschen stark machen: Wir wollen, dass ihnen alle Chancen für eine gute Ausbildung und gute Arbeit offen stehen.
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